
Mit Hilfe der Fettabsaugung gelingt es, die Form und
Silhouette bestimmter Körperregionen zu modellieren. Unschöne
Fettpolster, die häufig durch sportliche Aktivität und Diät
nicht beseitigt werden können, werden dauerhaft entfernt. Obwohl es sich
bei der Fettabsaugung um eine relativ neue Methode in der ästhetischen
Chirurgie handelt, sind bereits viele Fortschritte und Verbesserungen der
Methode erzielt worden. Von besonderer Bedeutung ist es, dass die Operation bei
uns in örtlicher Betäubung durchgeführt wird; eine Vollnarkose
mit allen ihren (Vor- und) Nachteilen ist nicht nötig. Aufgrund der
örtlichen Betäubung brauchen im Normalfall keine Narkose- oder
Schmerzmittelspritzen verabreicht zu werden. Im Rahmen des Vorgesprächs
werden Sie über frühere Erkrankungen befragt. Bitte teilen Sie
deshalb alle wichtigen Vorerkrankungen, Operationen und evtl. Komplikationen,
Medikamenteneinnahme und bekannte Allergien mit. Ihre Angaben hierzu sind
besonders wichtig, um das Operationsrisiko so gering wie möglich zu
halten. Etwa 4 Tage vor dem geplanten Operationstermin bitten wir Sie, (z.B.
beim Hausarzt) eine Blutabnahme zur Bestimmung vom kleinen Blutbild, PTT und
Quick (Blutgerinnung) sowie Glucose-6-Phosphat-dehydrogenase und ein EKG
vornehmen zu lassen. Das schriftlich dokumentierte Ergebnis bringen Sie bitte
am Operationstag mit.
Bei der Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie wird nach Betäubung des Gewebes eine lange, stumpfe "Nadel" in das Unterhautfettgewebe eingeführt. Die Hautschnitte, die hierzu angelegt werden müssen, sind nur ca. 5-10 mm lang und in den meisten Fällen nach wenigen Wochen kaum noch sichtbar. Trotz weniger kleiner Hautschnitte kann reichlich Fettgewebe dauerhaft entfernt werden. Einmal abgesaugte Fettzellen werden nicht neu gebildet. Darüber hinaus besteht bei dieser Methode der Fettabsaugung nur eine geringe Gefahr der Verletzung von Nerven oder größeren Blutgefäßen.
Bei der Tumeszenz-Lokalanästhesie (tumescere, lat.: aufblasen) werden große Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Der Lösung wird ggf. ein wenig Cortison beigemischt, um die entzündliche Reaktion des Gewebes und nachfolgende Schmerzen zu unterdrücken. Außerdem enthält die Lösung Epinephrin, das die Blutgefäße verengt, und Bikarbonat, welches ein schmerzfreies Infiltrieren der Lösung ermöglicht. Sowohl das Ausmaß der Blutung während und die Schwellung nach der Operation wird durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie enorm vermindert. Deshalb können die meisten Patienten bereits nach 1 oder 2 Tagen wieder zur Arbeit gehen, Sport treiben etc. Bei ca. 90 % der Patienten kann direkt nach dem Eingriff eine gewisse Besserung der Körperform beobachtet werden, allerdings dauert es in der Regel 2 - 4 Wochen, bis alle Blutergüsse und Schwellungen zurückgegangen sind. Das endgültige postoperative Ergebnis kann auch erst nach 3 - 4 Monaten, in einigen Fällen nach 6 und mehr Monaten, beurteilt werden.
Zu bemerken ist, dass alle Fettzellen die abgesaugt wurden, nicht mehr nachwachsen oder neu gebildet werden. Das bedeutet, dass die Körperform, die durch die Fettabsaugung erzielt wurde, beständig ist. Bei späterer Gewichtszu- oder -abnahme wird sich die "neue" Körperform, also proportional verändern, ohne dass z.B. wieder eine Reithose entsteht, die zuvor abgesaugt wurde.
Infolge der Fettabsaugung verändert sich auch der
Hautzustand in der operierten Körperregion und zwar so, als habe man durch
eine besondere Diät genau an dieser Stelle abgenommen. Bei der
Fettabsaugung werden mit der stumpfen Nadel viele Tunnel ins Fettgewebe
gearbeitet, die sich während der Heilungsphase nach der Operation
zusammenziehen und schrumpfen und so die Haut mit dem Muskelgewebe
zusammenziehen. Um eine glatte Hautoberfläche zu erhalten, werden die
Tunnel so angelegt, dass sie nach Möglichkeit von einer dünnen
Fettschicht bedeckt sind. Die Fettabsaugung ist die geeignete Methode, um
Fettpölsterchen (z.B. Reithose) bei ideal- bis normalgewichtigen Menschen
dauerhaft zu entfernen. Sie ersetzt keine Diät, es werden Zonen behandelt,
die durch die Diät und gezieltes Training nicht beeinflusst werden
konnten. Obwohl die Fettabsaugung oft zu sehr guten Ergebnissen mit eindeutig
verbesserter Figur führt, ist es nicht realistisch, sich die Traumfigur
und Gewebekonsistenz eines Teenagers zu erhoffen. Die ungeliebte Cellulite
(Orangenhaut) wird durch die Fettabsaugung teilweise beseitigt oder deutlich
verringert. Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der
Fettabsaugung Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen wie z.B. Schwellung,
Blutergüsse und vorübergehendes Taubheitsgefühl der Haut. Feine
Hautunregelmäßigkeiten können gelegentlich als Folge der
Fettabsaugung auftreten, sie werden durch die Tumeszenz-Technik jedoch minimal
gehalten. Schwere Komplikationen wie Blutung, Thrombose und Lungenembolie,
Infektion des betroffenen Hautareals mit nachfolgender Zystenbildung,
dauerhafter Gewebeverhärtung und Hautverfärbung, Fettembolie,
allergische Reaktionen oder auch ausgeprägte Dellenbildung sind
äußerst selten und liegen bei uns unter 0,1 %.
Am Operationstag sollten Sie nicht nüchtern sein; ein leichtes Frühstück oder Mittagessen ist erwünscht. Alkohol dürfen Sie nicht zu sich nehmen. Vergessen Sie den Laborbefund von der Blutuntersuchung und das EKG-Ergebnis nicht, und teilen Sie bitte auch noch einmal mit, welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor der Fettabsaugung eingenommen haben.
Nach einer Begrüßung im OP erhalten Sie ein
OP-Hemd, anschließend wird das Operationsfeld im Stehen angezeichnet und
dies fotografisch dokumentiert. Dann legen Sie sich auf den OP-Tisch. In der
Regel wird Ihnen eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt, damit im
Bedarfsfall Flüssigkeit und Medikamente verabreicht werden können.
Nach der Hautdesinfektion werden zunächst die Stellen, an denen die
Hautschnitte angelegt werden, mit normalem Betäubungsmittel zur
Lokalanästhesie betäubt. Anschließend wird die
Tumeszenzlösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Das schmerzt entweder
überhaupt nicht oder nur sehr wenig. Die unterspritzten Hautareale werden
nach und nach taub. Sollte ein umschriebenes Gebiet nicht ganz taub sein, kann
jederzeit von der Tumeszenzlösung etwas nachgespritzt werden.
Beruhigungsmittel werden nur bei nervösen Patienten über die
Verweilkanüle verabreicht. Es ist besser, wenn der Patient nicht stark
sediert ist, damit er während der Operation die Lageposition wechseln
kann.
Eben so können Sie im OP, nach der Behandlung eine
erste Veränderung bei der Kontrolle im Stehen erleben.
Nach Abschluss der
Fettabsaugung werden die Hautschnitte mit einem Klammerpflaster versehen, ein
normales Pflaster darüber geklebt und die Verweilkanüle gezogen.
Anschließend sind wir Ihnen beim Anziehen der Kompressionshose
behilflich. Aufgrund der örtlichen Betäubung werden die betroffenen
Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachlässt,
können leichte Schmerzen oder Missempfindungen auftreten, die Sie im
Bedarfsfall mit Paracetamol mindern können. Wegen der Gefahr von
Nachblutungen sollten Sie kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) und kein
Ibuprofen (z.B. Dolgit, Optalidon) einnehmen! Im Allgemeinen werden Sie sich
nach der Operation fit und wohl fühlen und keinen Kater Verspüren,
wie das nach Vollnarkosen öfters der Fall ist.
Trotzdem dürfen
Sie unter keinen Umständen am Steuer eines Autos nach Hause oder
ins Hotel fahren. Sie müssen sich entweder abholen lassen oder ein Taxi
nehmen.
Die Kompressionshose hat den Zweck, das Unterhautfettgewebe zusammenzudrücken, damit sich in den schmalen Tunneln, die bei der Fettabsaugung entstehen, keine Flüssigkeit ansammelt.
Die Kompressionshose soll mindestens 2 Wochen lang getragen werden (Tag und Nacht). Es ist ratsam und angenehm, die Hose länger (z.B. 2 - 4 Wochen lang) zu tragen. Da eine Verschmutzung des Mieders unvermeidlich ist, sollten Sie wissen, dass sich das Mieder am besten nach Einweichen in kalter (Koch?) Salzlösung waschen lässt. Am Tag der Operation empfehlen wir ein Mittagsschläfchen bzw. frühes Zubettgehen. Dennoch ist Bewegung sehr wichtig, da nur so die Tumeszenzlösung ablaufen kann. Gegen einen kleinen Spaziergang ist nichts einzuwenden. Eine zu starke körperliche Belastung sollten Sie jedoch vermeiden! Am Operationstag sollten Sie nach der Fettabsaugung viel trinken (Obstsäfte, Limonade, Mineralwasser, Kräutertee), aber keinen Alkohol. Das Abendessen sollte leicht sein. Duschen (mit den Pflastern) ist erlaubt. Die Pflaster können Sie nach 4 - 5 Tagen selbst entfernen.
Am nächsten Tag können Sie bereits wieder Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw. Jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik treiben. Viele Patienten gehen bereits nach 1 - 2 Tagen zur Arbeit, aber es kann auch sein, dass Sie sich noch ein paar Tage Ruhe gönnen möchten. Nach einer Woche sollten Sie die abgesaugten Stellen mit der flachen Hand leicht massieren oder eine professionelle Lymphdrainage in Anspruch nehmen. Sollte es nach der Fettabsaugung zu starken Schmerzen, Fieber, Blutung oder Rötungen kommen, müssen Sie sich unverzüglich mit uns telefonisch in Verbindung setzen und/oder direkt zu uns in die Clinic kommen. Die richtigen Telefonnummern werden Ihnen nach der Operation ausgehändigt.
Wie hoch sind die Kosten einer Fettabsaugung?
Fettunterspritzung, Fetttransfer, Eigenfett
BUNTE-Ärzteliste: Dr. Alamouti unter den besten Spezialisten für FettabsaugenDr. med. Darius Alamouti ist im fünften Teil der BUNTE-Serie "Schönheitsoperationen" zum Thema "Fettabsaugung" auf der BUNTE-Ärzteliste "Deutschlands beste Spezialisten für Fettabsaugen" gelistet. In der BUNTE-Ärzteliste werden Experten aus den jeweiligen Gebieten der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie geführt.
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© Dr. med. Darius Alamouti
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