Sonnenbank-Test – Hygienische Zustände in Solarien/Sonnenstudios

Hygiene Untersuchung Hygiene Messgeräte
Hygieneexperte untersucht Solarium
Bedenklicher Hygienemesswert Hygiene im Solarium
Bedenkliches Messergebnis
Frisch desinfiziert? Solarium Desinfektion
Sonnenbank Desinfektion
Alamouti über Solariumhygiene Hautuntersuchung bei Dr. Alamouti
Dr. med. Alamouti über Hautschäden durch Infektion
Abstrich der Sonnenbank Solarium-Hygienezustand kritisch
Kritischer Zustand der Sonnenbänke
Hygiene Messwert Gereinigte Solariumbank
Bedenkliche Messwerte trotz desinfektion
Desinfizierte Sonnenbank Hygieneexperte deckt auf
Der Hygieneexperte klärt die Betreiber auf
Sonnenbank Hygiene-Messwert Solarium Hygienetest
Hygieneschier Zustand der Bank ist bedenklich
TV-Fernsehbericht über Hygienische Zustände in Solarien/Sonnenstudios

Dauer: 7:00 min
Größe: 16,3 MB
Format: wmv
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Sonnenbank-Test – Hygienische Zustände in Solarien/Sonnenstudios

Ende Februar, die Nation ist blass, und es ist ein bisschen Zeit und vielleicht auch Gelegenheit, sich etwas Farbe ins Gesicht zu zaubern. Das bekommt man natürlich ganz wunderbar auf der Sonnenbank, allerdings wenn Sie aufstehen, wissen Sie, was übrig bleibt: Suppe. Wir haben getestet: Wie hygienisch sind Solarien? Wir sind mit einem offiziellen Tester losgegangen und das Ergebnis ist nicht unbedingt immer so, wie Sie es erwarten.

Hier der Test:

Wer sich hier drauflegt, fängt sich nicht unbedingt immer nur schöne Bräune ein. Auch unangenehmer Hautpilz gedeiht oft prächtig. Sogenannte mikrobiologische Abklatsche und ein Schnelltest bringen die Wahrheit zu Tage. Hygieneexperte Joachim Höfner:

„Das würde ich als sogar sehr schlechtes Ergebnis bezeichnen. Es müsste gründlicher gereinigt werden. Die Desinfektionswirkung ist hier nicht gegeben. Da müssten Sie gründlicher, intensiver desinfizieren lassen, dass richtig gewischt wird.“

In Duisburg begeben wir uns mit dem Hygieneexperten Joachim Höfner auf Spurensuche. Mit einem Schnelltest im Koffer, der innerhalb von Sekunden die Stärke der Verschmutzung misst, suchen wir verschiedene Sonnenstudios auf.
Hat jemand etwas zu verbergen oder dürfen wir unseren Schnelltest durchführen? Hier hat man etwas dagegen.

Joachim Höfner: „Also das war jetzt eine Sonnenbank, wo ich so nicht hingehen würde. Bei alleine schon die Geruchskulisse etwas abstoßend war. Zur Sauberkeit können wir jetzt nichts sagen, weil wir haben weder eine Kabine gesehen, noch konnten wir eine Kontrolle machen. Aber insgesamt der erste Eindruck war nicht berauschend.“

Anders im nächsten Sonnenstudio. Der erste Eindruck ist positiv. Hier legt die Chefin noch höchstpersönlich Hand an.

Reporterin zur Chefin: „War das jetzt gereinigt oder reinigen Sie unseretwegen nochmal?“

Chefin: „Nein, die war in Gebrauch und dann ist es normal, dass wir sie reinigen.“

Joachim Höfner: „Ein Wert bis 100 ist sehr sauber. Ein Wert bis 200 ist akzeptabel, alles was über 200 ist, heißt, entweder ist das Desinfektionsmittel nicht geeignet oder Sie haben etwas falsch gemacht.“

Chefin, Sonnenstudiobesitzerin Andrea: „Gut, dann schauen wir mal.“

Haben Sie es sich gemerkt? Der Wert darf maximal bei 200 liegen. Weniger ist noch besser, mehr ist ganz schlecht.

Joachim Höfner: „Sie sehen, im Kopfbereich haben Sie viel mehr Bakterien, jetzt haben wir natürlich die Einwirkzeit noch nicht gehabt und was noch dazu kommt, dieses Polster hat eine raue Oberfläche.“

Chefin: „Wir haben auch welche, die glatt sind, die sehen eigentlich viel schöner aus. Die sind aus Plexiglas.“

Was sagen Sie jetzt generell zu diesem Überfall und diesem Test?

Chefin: „Ja, ich meine es ist ja eigentlich gut zu wissen, ich bin da kein Gegner von, sonst wäre ich ja jetzt vielleicht beleidigt, wie bei dem Kopfteil. Aber ich meine gut, macht man sich wahrscheinlich wenig Gedanken drum. Man nimmt ein Desinfektionsmittel und meint es ist okay.“

Da nicht alle Studiobesitzer mit der Überprüfung ihrer Hygiene einverstanden sind, nehmen wir mit der versteckten Kamera, und als Sonnenanbeter getarnt, sogenannte Abklatsche von den Liegeflächen. Bei unseren mikrobiologischen Stichproben kommen wir zu einem einheitlichen Ergebnis: Die Abklatsche zeigen Infektionserreger auf, so genannte Staphylokokken, die Furunkel, Abzesse und wie bei dieser Patientin sogar Hautpilz auslösen können. Die ersten Anzeichen: Juckzeiz und Hautschuppungen. Ein Andenken von dem man, so der Hautarzt, mit Sicherheit länger etwas hat, als von der künstlichen Bräune.

Dr. Alamouti: „Was Sie jetzt haben, ist Pityriasis versicolor . Das ist ein oberflächlicher Pilz und der fühlt sich pudelwohl in feucht-fettigen Regionen. Dazu passt Solarium, und dahinten in Schweißregionen, wo es wirklich auch etwas klammer ist, fühlen die sich sehr wohl. Eigentlich sind alle Solarien frisch desinfiziert, das sagen zumindest die Patienten, die dort waren und trotzdem kriegen sie es. Das heißt, es gibt da irgendwo eine Lücke. Entweder greift dieses Desinfektionsmittel nicht optimal oder es ist nicht optimal gewischt worden.“

Mit gutem Gewissen und von der Hygiene seiner Sonnenliegen völlig überzeugt, lässt uns der Geschäftsführer dieses Solariums sowohl einen Blick auf die Reinigung der Geräte werfen, als auch einen Schnelltest durchführen. Zur Erinnerung: Der Wert des Messgerätes des Hygieneexperten sollte maximal 200 anzeigen.

Joachim Höfner: „Da müsste ein bisschen was nachgeholt werden, 1692 ist ein bisschen viel.“

Reporterin: „Auf der Bank das Schild „Frisch desinfiziert“. Ist die Bank nun frisch desinfiziert oder nicht?“

Joachim Höfner: „Vom Ergebnis her nicht. Sie ist desinfiziert als Täigkeit, abgewischt, aber als desinfiziert im medizinischen Sinne, würde ich das bei dem Ergebnis nicht bezeichnen.“

Reporterin: „Was sagen Sie dazu?“

Mitarbeiterin des Sonnenstudios: „Da fehlen mir jetzt die Worte!“

Reporterin: „Das Schild „Frisch desinfiziert“ steht auf der Sonnebank, aber Herr Höfner sagt gerade das ist es nicht.“

Mitarbeiterin: „Dann müssen daran wohl arbeiten. Das werden wir auch tun.“

Zufall? Der Geschäftsführer bittet uns, eine zweite Probe an einer anderen Sonnenbank zu nehmen.

Joachim Höfner: „Sie sehen das Ergebnis von 619 ist ähnlich wie eben.“

Geschäftsführer des Sonnenstudios: „Wie muss der Wert sein?“

Joachim Höfner: „Der Wert sollte auf jeden Fall unter 200 sein.“

Geschäftsführer: „Unter 200.“

Joachim Höfner: „Gründlicher wischen, länger einwirken lassen und dann gut abwischen.“

Der Wille war da, leider nicht das nötige Wissen.

Wenn Sie auf künstliche Bräune aus der Steckdose nicht verzichten wollen, gehen Sie am besten in ein Studio, das Klarsichtfolie anbietet. Legen Sie sich ein Handtuch auf das Kopfteil und beziehen Sie die Liegefläche mit Folie, dann dürfte eigentlich nichts passieren.

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Privatpraxis Dr. med. Darius Alamouti