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TV-Fernsehbericht über Sonnenschutz und Sonnenkleidung, 2007, PRO7 - taff

Dauer: 5:36 min
Größe: 13,0 MB
Format: wmv
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Wer mit seinen Kindern an den Strand in den Urlaub fährt, der bringt die Kleinen oft ungewollt in tödliche Gefahr, denn gerade für die Kleinsten bedeuten stundenlange Sonnenbäder später oft Hautkrebs.

Wir zeigen ihnen, wie sie ihre Kinder vor Hautkrebs schützen können!

Das beliebte Ferienziel „El Arenal“ auf Mallorca: 30°C im Schatten. Viele Kinder tummeln sich nackt am Strand, offensichtlich nehmen es ihre Eltern mit dem Sonnenschutz nicht so genau und setzen die Kleinen der prallen Sonne aus. Einige Eltern wollen ihre Kinder mit spezieller Sonnenschutzkleidung vor einem Sonnenbrand bewahren, doch ist das wirklich notwendig?

Genügt nicht ein einfaches T-Shirt?

Ein Kind: „Wenn man ganz lange in der Sonne ist, ohne mal eine kleine Pause, im Wasser zu machen, dann kriegt man einen Sonnenbrand.“

Eine Familie ist seit 30 Minuten mit ihren Kindern am Strand in der prallen Sonne und schützt sich mit Lichtschutzfaktor 30. Die Mutter: „Also ich habe gelesen, dass auf Dauer wenn sie älter werden, sie später einmal Hautkrebs bekommen können. Die Sonne strahlt schon ziemlich stark, man überlegt dann immer, ob der Sonnenschutz ausreicht?“

Reporter: „Was machst du denn, wenn die Sonne dir zu heiß wird?“
Kleinkind: „Ich setze meine Kappe auf!“
Vater: „Du kühlst dich ab nicht wahr?"
Kleinkind: „Im Hotelpool, da kühle ich mich ab."

Abkühlen statt aus der Sonne zu gehen. Durch die Löcher in der Ozonschicht wird die Sonne für uns immer schädlicher, Experten warnen, denn selbst in unseren europäischen Breiten herrschen allmählich australische Zustände. Jedes Jahr erkranken ca. 140.000 Menschen an Hautkrebs, davon immer mehr Jugendliche.

Für Hautarzt Dr. Darius Alamouti ist das alarmierend:

„Die aggressiven Sonnenstrahlen sind für Kinder sehr gefährlich, denn die Kinder können bis zum sechsten Lebensjahr kaum Pigmente aufbauen, das heißt sie haben diesen natürlichen Schutz nicht wie ihre Eltern, das wissen die meisten Eltern nicht, und das ist eine Katastrophe. Wenn man am Strand diese ganzen weißen Babys, Deutsche wie Engländer, herumlaufen sieht, ist das schrecklich.“

Doch wie kann man sich im Urlaub ausreichend vor der Sonne schützen, ohne auf Badespaß, Strand und Meer verzichten zu müssen?

Der Schatten eines Sonnenschirms ist besser als nichts, hält aber nur 5 % der gefährlichen UV-Strahlen ab. Helle Baumwollshirts schützen ebenfalls zu 5%, dunkle jedoch zu 10%. Sonnencreme schützt jeweils zu der angegebenen Stärke, Lichtschutzfaktor 30 demnach zu 30%. Die spezielle Sonnenschutzkleidung aus reflektierenden Fasern soll die gefährlichen Sonnenstrahlen zu 80% abhalten, dadurch kann man 80mal länger in der Sonne bleiben ohne sich zu verbrennen. Einen gleichwertigen Schutz würde in dem Fall nur eine dicke Jeans bieten

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wir wollen wissen wie Sonnenschutzkleidung bei den Urlaubern ankommt.

Die Mutter: „Ja das ist wie so eine Badehose, vom Stoff her.“
Der Vater: „Ja, so wie Polyester."
Die Mutter: „Ja, eine Kunstfaser. Sollen wir dir das mal anziehen, Viktoria?“

Die Familie verbringt mit ihrer 21 Monate alten Tochter Viktoria maximal 2 Stunden am Tag am Strand. Mehr möchten Sie ihrem Kind nicht zumuten. Von der speziellen Sonnenschutzkleidung hatten Sie zuvor noch nie gehört.

Vater: „Zuerst hatte ich gedacht, das sei ja nicht sehr atmungsaktiv, aber jetzt wo die Kleine das trägt, fühlt sich das sehr fein an.“
Mutter: „Ich finde die Kleidung toll, und auch sehr praktisch, so kommt nämlich kein Sand in die Hose.“

Im ersten Moment scheint die Kleidung sehr strandtauglich, doch hält sie über einen längeren Zeitraum der Sonne stand?

Martina aus München hat mit ihrer eineinhalb Jahre altern Tochter Pauline den Langzeittest gemacht. Zwei Wochen lang waren sie zum Badeurlaub in Tunesien, und jeden Tag bei Sonne am Strand.

Pauline bekam unter dem Anzug nicht einmal eine leichte Röte, ganz zufrieden war ihre Mama dennoch nicht: „Was ich ein bisschen schade fand, ist, dass bereits nach einmaliger Benutzung des Babypools schon erste Abschürfungen zu sehen waren und nach 2 Wochen war es dann tatsächlich so, dass das es sehr aufgeschürft aussah auch farbliche Veränderungen zu sehen waren, und der Anzug ein wenig ausgeleiert war.“

Der Sonneschutz ist in Ordnung, doch bei einem Preis von 45 € hätte Martina bessere Qualität erwartet.

Zurück auf Mallorca, die Familie schwört ausschließlich auf Sonnencreme, ihre Kinder zusätzlich mit einem T-Shirt zu schützen, obwohl sich ihr 2-jähriger Sohn schon pellt, kommt für die Mutter nicht in Frage:
„Wenn das T-Shirt nass wird, klebt es an der Haut, das ist unangenehm für die Kinder, die frieren halt und dann holen sie sich auch Ruck-Zuck eine Erkältung, weil sie es einfach nicht gewohnt sind. Und deswegen ist ein T-Shirt auch keine Alternative.“

Wäre der Schutzanzug vielleicht eine Alternative?

Die Mutter ist überrascht, wenige Minuten nachdem sie mit ihrer Tochter im Wasser war, ist die Kleidung sogar wieder trocken.

Mutter: „So hat man das Gefühl, man könnte vielleicht noch eine Stunde länger bleiben.“

Bei den erwachsenen Urlaubern kam der Sonnenschutz zum Anziehen jedoch weniger gut an. Die meisten möchten einfach sonnengebräunt nach Hause kommen. Eltern, die unbedingt den ganzen Tag mit ihren Kleinen am Strand verbringen wollen, raten Experten zu Schutzkleidung, denn auch minimale Sonnenbrände können schon nach zehn Jahren zu gefährlichem Hautkrebs führen.

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Privatpraxis Dr. med. Darius Alamouti